Jaroslav Pohl
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an. Im Auftrag des früheren Disponenten der Kreditanstalt der Legionäre Artur Schwarz kundschaftet er zusammen mit František Šelepa geeignete Fluchtrouten zum Transfer ehemaliger Legionäre ins Ausland aus. Über diese werden bis Mitte Januar 1940 zwei Dutzend ehemalige Piloten und Offiziere der Exilarmee zugeführt.
Er hat zudem Kontakt zu der von Miloš Bondy junior geleiteten Nachrichtenzelle in Prag, die wiederum über umfangreiche Kontakte aus dem Umkreis der Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) verfügt. Hier werden Informationen aus dem „Protektorat” gesammelt und ins Ausland übermittelt.
Nach seiner Festnahme Ende März 1940 wird Jaroslav Pohl am 21. November 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” zusammen mit Artur Schwarz, František Šelepa und elf weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Jaroslav Pohl begeht am 15. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee Suizid.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Pohl
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/14671
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942
Bundesarchiv R 3017/14671
Sterbeurkunde von Jaroslav Pohl vom 16. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























































