Josef Pokorný

22. März 1915, Nimburg (Nymburk) – 9. Juni 1944
Josef Pokorný erlernt das Bäckerhandwerk im tsche­chischen Nimburg (Nymburk) und kommt 1940 als „Zivilarbeiter” nach Berlin. Seit Ende September 1943 arbeitet er als Küchenhausdiener im Eden-Hotel. Davor verbüßt er zwei Gefängnisstrafen wegen Diebstahls.
Im Sommer 1943 ist er Teil einer Gruppe, die zahlreiche Kofferdiebstähle am Anhalter und am Stettiner Bahnhof begeht, zudem begeht er mehrere „Kleintierdieb­stähle”.
Er wird am 1. Oktober 1943 festgenommen und am 16. Mai 1944 vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschäd­lingsverordnung” zusammen mit Antonín Stibůrek zum Tode verurteilt.
Josef Pokorný und Antonín Stibůrek werden am 9. Juni 1944 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Pokorný

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Josef Pokorný und Antonín Stibůrek vom 16. Mai 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 16767

Übersetzung des Abschiedsbriefs von Josef Pokorný an seine Eltern vom 9. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 16769

Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Vollstreckung des Urteils gegen Josef Pokorný vom 9. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 16767

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