Alfred Polkow

21. August 1914, Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski) – 3. November 1944
Alfred Polkow arbeitet unter anderem im Tiefbau und zuletzt als Installationsarbeiter in der Firma Säuberlich in Trebnitz bei Berlin. In den 1930er Jahren verbüßt er wegen Bettelns kurze Freiheits­strafen. Am 20. Juni 1944 fährt er nach Berlin, um Verwandte in Char­lottenburg zu besuchen, verbringt jedoch die Nacht auf dem Schlesischen Bahnhof, weil er sich verläuft.
Als am nächsten Tag Flieger­alarm ausge­geben wird, sucht er in einem bomben­geschädigten Haus Schutz, betritt auf der Suche nach etwas Essbarem eine Wohnung und nimmt von dort einen Foto- und einen Rasier­apparat mit. Beim Heraus­gehen werden Anwohne­rinnen auf ihn aufmerk­sam, ein Mann hält ihn fest und er wird der Polizei übergeben.
Am 21. Oktober 1944 verur­teilt das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin Alfred Polkow wegen „Plünderns” auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode. Er wird am 3. November 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Polkow

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts II bei dem Landgericht Berlin gegen Alfred Polkow vom 21. Oktober 19440

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3552

Sterbeurkunde von Alfred Polkow vom 4. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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