Eugen Polzin

10. November 1905, Frankfurt/Oder – 15. April 1943
Eugen Polzin studiert nach dem Abitur zunächst Medizin, Geschichte und Literatur in Freiburg und München und anschlie­ßend Jura in Berlin. Im März 1934 besteht er die große Staats­prüfung und arbeitet anschließend beim Amtsgericht Berlin im Bereich Zivil- und Straf­recht. Ein Jahr darauf ist er als Anwalt tätig.
Nach Kriegs­beginn wird er zur „Haupttreuhand­stelle Ost beim Beauftragten für den Vier­jahresplan“ einberufen und arbeitet dort als Gruppen­leiter.
Eugen Polzin wird am 17. Juni 1942 festge­nommen. Ihm wird vorge­worfen, zwischen 1939 und 1941 militärische Dienst­stellen getäuscht und bestochen zu haben, um einen Mandanten dabei zu unter­stützen, sich dem Wehr­dienst zu entziehen.
Die 10. Strafkammer des Land­gerichts Berlin verurteilt Eugen Polzin am 10. Dezember 1942 wegen „Wehr­kraft­zersetzung” zum Tode. Er wird am 15. April 1943 in der Straf­anstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Eugen Polzin

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Eugen Polzin vom 16. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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