Wilhelm Pondmann
Pondmann entschließt sich im Sommer 1927, Priester zu werden und tritt in ein Kloster ein. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt in Belgien und der Verbüßung einer Haftstrafe wegen Diebstahls geht Wilhelm Pond­mann verschiedenen Tätigkeiten nach und übernimmt im Oktober 1939 die Lippesche Patentverwaltung in Lemgo. Zeitgleich bemüht er sich um eine Anstellung in Frank­reich und kommt dabei in Kontakt mit dem französi­schen Geheimdienst, für den er in der Folgezeit in Deutsch­land militärische Transporte beobachtet.
Er wird am 23. Mai 1940 festgenommen und verbleibt bis mindestens Ende Oktober 1941 im Gefängnis in Düssel­dorf in Untersuchungshaft. Dann wird er nach Berlin überstellt.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt Wilhelm Pondmann am 3. März 1942 wegen „landesverräterischer Ausspähung” zum Tode. Er wird am 20. Oktober 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Wilhelm Pondmann
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Wilhelm Pondmann vom 21. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



