Wilhelm Pondmann

19. Mai 1897, Amsterdam – 20. Oktober 1942
Wilhelm Pondmann tritt nach dem Besuch der höheren Bürger­schule in seiner Heimat­stadt Amsterdam in das elterliche Versiche­rungs­geschäft ein, in dem er auch nach dem Ende des Ersten Welt­kriegs tätig ist. Später über­nimmt er Vertre­tungen auslän­discher Versiche­rungs­gesell­schaften ohne damit Erfolg zu haben, und gründet ein Fahr­rad­geschäft in Amsterdam.
Pondmann entschließt sich im Sommer 1927, Priester zu werden und tritt in ein Kloster ein. Nach einem längeren Kranken­haus­aufent­halt in Belgien und der Verbüßung einer Haft­strafe wegen Diebstahls geht Wilhelm Pond­mann verschie­denen Tätig­keiten nach und über­nimmt im Oktober 1939 die Lippesche Patent­verwaltung in Lemgo. Zeit­gleich bemüht er sich um eine Anstel­lung in Frank­reich und kommt dabei in Kontakt mit dem französi­schen Geheim­dienst, für den er in der Folgezeit in Deutsch­land militärische Trans­porte beobach­tet.
Er wird am 23. Mai 1940 festge­nommen und verbleibt bis mindestens Ende Oktober 1941 im Gefängnis in Düssel­dorf in Unter­suchungs­haft. Dann wird er nach Berlin überstellt.
Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt Wilhelm Pondmann am 3. März 1942 wegen „landes­verrä­terischer Ausspä­hung” zum Tode. Er wird am 20. Oktober 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Wilhelm Pondmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Wilhelm Pondmann vom 21. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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