Karel Popelka

14. Oktober 1907, Turn (Trnovany, Teplice) – 8. September 1943
Karel Popelka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Popelka, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Karel Popelka arbeitet zunächst als Hilfsarbeiter, erlernt dann den Beruf des Schmieds und arbeitet anschließend – unterbrochen vom Militärdienst – in einer Firma in See­stadtl (Ervěnice). 1936 wechselt er zum dortigen Elek­trizitätswerk. Nach der An­nexion der Sudeten durch das Deutsche Reich zieht er mit seiner Familie nach Prag und arbeitet in der Straßenbahnwerkstatt in Prag-Lieben und ab Juni 1941 im alten Elektrizitätswerk in Prag-Baumgar­ten.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen wird er im Juli 1941 von Jaroslav Pospíšil für die Mitarbeit in der illegalen Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) gewonnen und baut in seiner Arbeitsstätte, der Verbrennungsstation, eine Betriebszelle auf.
Karel Popelka wird am 24. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichts­hof” zusammen mit Jaroslav Pospíšil, Emil Uher, Václav Jiskra, Vojtěch Mašek und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden in der Nacht zum 8. September während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Popelka

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I

Mitteilung über die Vollstreckung des Urteils gegen Karel Popelka und weitere Personen an das Reichsjustiz­ministerium, 14. September 1943

Bundesarchiv R 3001/147425

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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