Johannes Popitz
Ein Jahr später, am 21. April 1933, wird Popitz von der NS-Führung zum neuen preußischen Finanzminister ernannt. Seit 1938 arbeitet Popitz mit Hans Oster vom Amt Ausland/Abwehr zusammen. Er kann vielfältige Kontakte zu Kreisen der Militäropposition herstellen, die er auch im Rahmen der „Mittwochs-Gesellschaft”, einem angesehenen Kreis von wissenschaftlich interessierten Persönlichkeiten, ausbaut. Popitz ist unter den Verschwörern der einzige amtierende Minister und wegen seiner entschieden konservativen Ansichten bis heute stark umstritten. Es ist vorgesehen, ihn nach einem gelungenen Umsturz zum Kultusminister zu ernennen.
Nach dem missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 nimmt die Gestapo Johannes Popitz trotz seiner Kontakte zu Heinrich Himmler fest, den er ebenfalls für ein Vorgehen gegen Hitler gewinnen will. Er wird am 3. Oktober vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und fünf Monate später am 3. Februar 1945 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johannes Popitz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Rekonstruktion der Kabinettsplanungen für den Umsturzversuch durch das "Reichssicherheitshauptamt", 6. September 1944
Bundesarchiv NS 6/12
Johannes Popitz vor dem „Volksgerichtshof”, 3. Oktober 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Todesurteil des "Volksgerichtshofes" gegen Johannes Popitz und Carl Langbehn, 3. Oktober 1944
Bundesarchiv Nachlass Popitz Nr.94
Schreiben an Ernst Kaltenbrunner bzgl. der Vollstreckung der Todesurteile gegen Goerdeler und Popitz, 22. November 1944
Bundesarchiv R 3018/17548















