Miroslav Posadovský

19. Mai 1904, Tabor (Tábor) – 8. September 1943
Miroslav Posadovský

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Miroslav Posadovský, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-14

Miroslav Posadovský kommt am 19. Mai 1904 in Tábor zur Welt und wird von Beruf Bankbeamter. Er ist Mitglied im patriotisch geprägten Turnverein Sokol (Falke), in dem er Vorturner und Jugendführer ist.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird die Vereinigung im Oktober 1941 end­gültig verboten. Auf Befehl des stellvertretenden „Reichs­protektors in Böhmen und Mähren” Reinhard Heydrich werden hunderte „Falken” festgenommen und in Konzentrations­lager verschleppt.
Im März 1942 wird Miroslav Posadovský vom Gerichtsrat und vormaligen Sokol-Funktionär Karel Evald für die Mitarbeit in der Nachfolge­organisation Jindra gewor­ben, die notleiden­de Hinterbliebene von ermordeten Funk­tionären unterstützt, und wird stellvertretender Kreisleiter der Orts­gruppe Tábor.
Ende Oktober 1942 werden beide von der Gestapo fest­genommen. Am 27. August 1943 verurteilt der „Volksge­richtshof” Miroslav Posadovský, Karel Evald und Josef Hrubeš wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle werden am 8. September 1943 wäh­rend der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miroslav Posadovský

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs" gegen Karel Evald und andere vom 27. August 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-15

Bescheid über die Hinrichtung von Miroslav Posadovsky, 8. Septem­ber 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-13

Sterbeurkunde von Miroslav Posadovský vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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