Miroslav Posadovský


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Miroslav Posadovský, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-14
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird die Vereinigung im Oktober 1941 endgültig verboten. Auf Befehl des stellvertretenden „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” Reinhard Heydrich werden hunderte „Falken” festgenommen und in Konzentrationslager verschleppt.
Im März 1942 wird Miroslav Posadovský vom Gerichtsrat und vormaligen Sokol-Funktionär Karel Evald für die Mitarbeit in der Nachfolgeorganisation Jindra geworben, die notleidende Hinterbliebene von ermordeten Funktionären unterstützt, und wird stellvertretender Kreisleiter der Ortsgruppe Tábor.
Ende Oktober 1942 werden beide von der Gestapo festgenommen. Am 27. August 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” Miroslav Posadovský, Karel Evald und Josef Hrubeš wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miroslav Posadovský
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs" gegen Karel Evald und andere vom 27. August 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-15
Bescheid über die Hinrichtung von Miroslav Posadovsky, 8. Septem­ber 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-329-13
Sterbeurkunde von Miroslav Posadovský vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








