Jaroslav Pospíšil
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem Verbot der KPČ schließt sich Jaroslav Pospíšil im April 1941 der illegalen KPČ an und erhält den Auftrag, innerhalb der Prager Straßenbahn mehrere Betriebszellen aufzubauen. Vojtěch Mašek und Václav Jiskra stehen als Zellenleiter zur Verfügung, zusätzlich wirbt er Emil Uher und Josef Žerovnický. Im Juni 1942 hat die illegale Straßenbahnorganisation 149 Mitglieder und etwa 400 Sympathisanten.
Jaroslav Pospíšil wird am 24. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Vojtěch Mašek, Václav Jiskra, Karel Popelka, Emil Uher und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Jaroslav Pospíšil wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942
Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I
Mitteilung zur Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Pospíšil und weitere Personen an das Reichsjustizministerium, 14. September 1943
Bundesarchiv R 3001/147425
Sterbeurkunde von Jaroslav Pospíšil vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019




























