Jaroslav Pospíšil

3. Dezember 1904, Prag – 8. September 1943
Jaroslav Pospíšil

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jaroslav Pospíšil, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Jaroslav Pospíšil erlernt nach der Volks- und Bürger­schule das Eisendreherhandwerk und übt diesen Beruf, unterbrochen vom Wehrdienst 1923/24, bis 1935 bei verschie­denen Prager Firmen aus. Dann beginnt er für die Prager Stadtwerke als Straßenbahnschaffner tätig zu werden, zeitgleich tritt er in die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPČ) sowie in die Föderation der Straßenbahn-Angestellten in Prag ein.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem Verbot der KPČ schließt sich Jaroslav Pospíšil im April 1941 der illegalen KPČ an und erhält den Auftrag, innerhalb der Prager Straßenbahn mehrere Betriebszellen aufzubauen. Vojtěch Mašek und Václav Jiskra stehen als Zellenleiter zur Verfügung, zusätz­lich wirbt er Emil Uher und Josef Žerovnický. Im Juni 1942 hat die illegale Straßenbahnorganisation 149 Mitglieder und etwa 400 Sympathisanten.
Jaroslav Pospíšil wird am 24. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Vojtěch Mašek, Václav Jiskra, Karel Popelka, Emil Uher und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Jaroslav Pospíšil wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I

Mitteilung zur Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Pospíšil und weitere Personen an das Reichsjustiz­ministerium, 14. September 1943

Bundesarchiv R 3001/147425

Sterbeurkunde von Jaroslav Pospíšil vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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