Metoděj Pospíšil

21. Dezember 1897, Schreibendorf (Písařov) – 17. Mai 1943
Metoděj Pospíšil erlernt nach der Volks­schule das Schus­terhandwerk, muss den Beruf jedoch aus gesund­heitli­chen Gründen aufgeben. 1941 wird er aus dem "Protek­torat" zur Arbeit in der Berliner Firma Gresitza zwangs­verpflichtet, arbeitet auf einer Bau­stelle in Gens­hagen bei Ludwigs­felde und ist in einem Lager der Deutschen Arbeits­front unter­gebracht.
Am 17. Januar 1943 wird Metoděj Pospíšil nach einem alli­ierten Luft­angriff zu­sammen mit anderen Zwangs­arbeitern zu Aufräum­­arbeiten heran­gezogen und nimmt dabei einzelne Gegen­­stände an sich. Vier Wochen später werden die Unter­künfte der auslän­dischen Arbeiter auf Anord­nung der Gestapo Potsdam durchsucht und die Sachen bei ihm gefunden.
Das Sonder­gericht III bei dem Land­ge­richt Berlin verur­teilt Metoděj Pospíšil am 7. April 1943 zu­sammen mit Jan Prázdný und Antonín Sochr auf Grundlage der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volks­schäd­lings­­verordnung” wegen „Plünderns” zum Tode. Alle drei Männer werden am 17. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Metoděj Pospíšil

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Metoděj Pospíšil vom 18. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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