Vojtěch Pospíšil

30. September 1900, Prag – 5. November 1942
Vojtěch Pospíšil wird am 30. September 1900 in Prag geboren, ist seit 1928 in der Gewerk­schaft der Metall­arbeiter organisiert und hat dort seit 1934 die Funktion des Orts­gruppen­vorsitzenden im Stadtteil Prag-Nusl inne.
Pospíšil wird 1940 für die Arbeit in der verbotenen Kom­munistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) ange­worben und mit der Gründung und Leitung einer neuen Zelle im Prager Bezirk Pankratz beauftragt. Für diese wirbt er neue Mitglieder an und sammelt von ihnen Geld­beiträge für die Angehörigen politischer Häftlinge ein. Zwischen Februar und Mai 1941 ist er Leiter dieser Zelle, ab Mai 1941 übt er die Funktion des Abschnitts­leiters der KSČ in Pankratz aus. Darüber hinaus ist er an der Verbreitung politischer Flug­schriften beteiligt.
Vojtěch Pospíšil wird wegen seiner politischen Betäti­gung festge­nommen und vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” am 29. Juli 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat und Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 5. November 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Vojtěch Pospíšil

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Pospíšil und weitere Angeklagte vom 29. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/9515

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Vojtěch Pospíšil und weitere Personen vom 26. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/15728

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Vojtěch Pospíšil und weitere Personen vom 5. November 1942

Bundesarchiv R 3017/15728

Sterbeurkunde von Vojtěch Pospíšil vom 6. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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