Johann Prange

13. April 1912, Sagorsch/Kreis Neustadt (Zagórze/Wejherowo) – 18. September 1942
Johann Prange wird am 13. April 1912 als Sohn eines Arbeiter­ehe­paars in Sagorsch geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule verrichtet er Hilfs­arbeiten, um zum Unterhalt der zehn­köpfigen Familie beizu­tragen. Von März 1934 bis Dezember 1935 leistet er seinen Militär­dienst im polnischen Heer. Nach sei­ner Entlassung geht er verschie­denen Gelegen­heits­arbeiten nach und arbeitet später bei der polnischen Staats­bahn und Deutschen Reichs­bahn. Er verbüßt 1937 eine Haft­strafe wegen Urkunden­fälschung und Betrugs.
Nach seiner Haft­entlassung wird er im März 1938 durch einen Bekannten in Kontakt mit dem deutschen Nach­richten­dienst gebracht und gibt sich als polnischer Unter­offizier aus. Wenig später gesteht er dies bei der polnischen Polizei und wird anschlie­ßend zur Mitarbeit im polnischen Nach­richten­dienst ver­pflichtet. Er macht Angaben über den Bekannten, der ihn dem deutschen Nach­richten­dienst zugeführt hat. Dieser wird daraufhin festge­nommen und verur­teilt.
Der 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Johann Prange am 7. Juli 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 18. September 1942 im Straf­gefägnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Prange

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Prange, undatiert

Bundesarchiv R 3017/13834

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Prange vom 7. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/13834

Handschriftliches Gnadengesuch von Johann Prange vom 14. Juli 1942

Bundesarchiv R 3018/5062

Sterbeurkunde von Johann Prange vom 18. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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