Augustin Pražák


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Augustin Pražák, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-20
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Augustin Pražák im Sommer 1940 der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) an, die ihre Tätigkeit im Geheimen wiederaufgenommen hat. Er gewinnt seine Kollegen Josef Bouček und Jaroslav Mikulecký als weitere Mitglieder und gründet eine Betriebszelle.
Im April 1941 kommen noch Josef Bíca, Josef Faltus und andere dazu, die wiederum in ihren Firmen Betriebszellen gründen sollen, diese Gewerkschaftsorganisation leitet Augustin Pražák. Er kassiert Mitgliedsbeiträge, sorgt für die Verbreitung von Flugschriften und für die Unter­bringung des Kreisinstrukteurs Josef Kovář während dessen Besuch in Chotzen.
Nach seiner Festnahme Anfang 1942 wird Augustin Pražák am 7. Dezember 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Josef Bíca, Josef Bouček und Jaroslav Mikulecký wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Alle vier werden am 28. April 1943 in Plötzensee ermordet.
Josef Faltus und zwei weitere zunächst zu Zuchthausstrafen verurteilte Angeklagte erhalten am 16. Juni 1943 ebenfalls ein Todesurteil. Sie werden während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Augustin Pražák
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” gegen Augustin Pražák und andere vom 23. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-1a
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Augustin Pražák und andere vom 7. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-1a
Sterbeurkunde von Augustin Pražák vom 28. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Hinrichtung von Augustin Pražák und anderen, plakatiert 1943 in Chotzen
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-518-16



















































