Josef Pražák
Anfang 1940 gewinnt ihn Pavel Erban für die auftragsmäßige Herstellung der Zeitschrift „V boj” („In den Kampf”) – der bedeutendsten illegalen Zeitschrift des nichtkommunistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren” – in Horschitz. Pavel Erban rekrutiert außerdem den Schuldiener František Jaroš. Mit Josef Pražáks Vervielfältigungsapparat reproduzieren sie 20 verschiedene Ausgaben des „V boj” in einer Auflage von je 200 Exemplaren. Ende 1940 vervielfältigen sie außerdem die illegale Zeitschrift „Český kurýr”, die von Erban an Adressen in Prag weitergeleitet wird.
Die drei Männer werden Mitte Februar 1942 festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 19. April 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle drei werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Pražak
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Pavel Erban und andere vom 17. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Pavel Erban und andere vom 19. April 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-287-8
Bescheid über die Hinrichtung von Josef Pražák auf Anordnung des Reichsjustizministers, 8. September 1943
Bundesarchiv R 3017/37409
Sterbeurkunde von Josef Pražák vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






















