Jan Prázdný

27. August 1908, Chotsch (Choteč) – 17. Mai 1943
Jan Prázdný beginnt nach der Volks­schule eine Tischler­lehre, die er jedoch nicht ab­schließt, und verdient seinen Lebens­unterhalt als Arbei­ter. Anfang Januar 1942 verlässt er das „Protek­torat Böhmen und Mähren”, um als „Zivil­arbeiter” in Teltow und dann bei der Deutschen Bau AG in Genshagen bei Ludwigs­felde zu arbeiten.
Am 17. Januar 1943 wird Jan Prázdný nach einem alli­ierten Luftangriff auf Berlin in Seehof (Kreis Teltow) zu­sammen mit anderen Zwangs­arbeitern zu Aufräum­arbeiten heran­gezogen. Dabei nimmt er einige Gegen­stände an sich und mit in das Lager, in dem er untergebracht ist.
Das Sonder­gericht III bei dem Landge­richt Berlin verur­teilt ihn am 7. April 1943 zu­sammen mit Metoděj Pospíšil sowie zwei wei­teren Männern auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volks­schäd­lings­verordnung” wegen „Plünderns” zum Tode. Jan Prázdný, der verheira­tet und Vater eines kleinen Kindes ist, wird am 17. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jan Prázdný

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Jan Prázdný vom 18. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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