Wilhelm Preuß

23. Januar 1905, Thiergarten/Kreis Liegnitz (Głuchowice) – 22. Dezember 1939
Der im schlesischen Thiergarten lebende Arbeiter Wilhelm Preuß gehört der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird er zum Militärdienst eingezogen und verweigert den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Wilhelm Preuß wird am 6. Dezember 1939 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 22. Dezember gemeinsam mit fünf weiteren Zeugen Jehovas, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Preuß

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Wilhelm Preuß vom 22. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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