Jan Procházka


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jan Procházka, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-258-10
Im September 1939 vergräbt er in seinem Keller mehrere Gewehre, Pistolen und Munition, um sie nicht an die deutschen Behörden abliefern zu müssen. Zur Jahreswende 1939/40 ist er ebenfalls daran beteiligt, für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) einen Koffer mit Sprengstoff in einem Schacht des Tauser Wasserwerks zu verstecken. Die ON ist eine geheime Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 bildet und deren Mitglie­der versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Mit dem Sprengstoff sollen Sabotage­aktionen durchgeführt werden.
Jan Procházka wird vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 5. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat, der landesverräterischen Feindbegünstigung und des unerlaubten Unterhaltens von Waffenlagern” zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jan Procházka
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Procházka und weitere Angeklagte vom 5. November 1942
Bundesarchiv R 3017/8354
Lageskizze aus dem Ermittlungsbericht der Gestapo zum Aufbewahrungsort des Sprengstoffes im Fall gegen Jan Procházka und weitere Männer
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-274-9
Gnadengesuch von Jan Procházka mit Übersetzung vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-258-10
Sterbeurkunde von Jan Procházka vom 22. April 1943
Archiv der Masaryk-Universität Brno





























