Karel Prokop
Zwischen September 1939 und Frühjahr 1941 verbreitet er mehrere Exemplare der gegen die deutsche Besatzung gerichteten Flugschrift „V boj” („Auf in den Kampf”). Darüber hinaus versorgt er Funktionäre der tschechoslowa­kischen Widerstandsbewegung, die sich vor einer Verhaftung verstecken, mit Lebensmitteln. Für unter anderem zwei englische Kriegsgefangene auf der Flucht ist er auch an der Beschaffung falscher Ausweise betei­ligt.
Im August 1941 stellt er seine Wohnung der Funkgruppe der ÚVOD (Zentrale Leitung des Widerstands in der Hei­mat) zur Verfügung, die Verbindung mit der tschecho­slowakischen Emigrantenregierung in London unterhält.
Karel Prokop wird im Juli 1942 festgenommen, am 21. Juni 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” we­gen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Prokop
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Prokop vom 21. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/19240
Fernschreiben an den „Staatsminister für Böhmen und Mähren” zur Voll­streckung des Urteils gegen Karel Prokop, 15. September 1943
Bundesarchiv R 3017/19240
Sterbeurkunde von Karel Prokop vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019

























