Karel Prokop

8. Oktober 1893, Ober-Kralowitz (Horní Kralovice) – 8. September 1943
Karel Prokop

Aufnahme von Karel Prokop

Privatbesitz

Karel Prokop kommt am 8. Oktober 1893 in Ober-Kralowitz zur Welt. Er ist Veteran des Ersten Weltkrieges und als Finanzbeamter in Prag tätig, wo er mit seiner Familie lebt.
Zwischen September 1939 und Frühjahr 1941 verbreitet er mehrere Exemplare der gegen die deutsche Besatzung gerichteten Flugschrift „V boj” („Auf in den Kampf”). Da­rüber hinaus versorgt er Funktionäre der tschechoslowa­kischen Widerstandsbewegung, die sich vor einer Ver­haftung verstecken, mit Lebensmitteln. Für unter ande­rem zwei englische Kriegsgefangene auf der Flucht ist er auch an der Beschaffung falscher Ausweise betei­ligt.
Im August 1941 stellt er seine Wohnung der Funkgruppe der ÚVOD (Zentrale Leitung des Widerstands in der Hei­mat) zur Verfügung, die Verbindung mit der tschecho­slowakischen Emigrantenregierung in London unterhält.
Karel Prokop wird im Juli 1942 festgenommen, am 21. Juni 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” we­gen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Prokop

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Prokop vom 21. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/19240

Fernschreiben an den „Staatsminister für Böhmen und Mähren” zur Voll­streckung des Urteils gegen Karel Prokop, 15. September 1943

Bundesarchiv R 3017/19240

Sterbeurkunde von Karel Prokop vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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