Václav Průcha


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Václav Průcha, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-8
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen beschlagnahmt die Gestapo zur Zeit des deutschen Überfalls auf Polen bei Miloslava Gschwindová, deren Kinder Václav Průcha als Hauslehrer unterrichtet, einen Zentner Mehl und eine größere Menge Zucker als „Hamsterware”.
Diese wird schließt sich wenig später der illegalen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Pilsen an, übernimmt die Leitung der Druckstelle für kommunistische Schriften und gewinnt Václav Průcha für die Mitarbeit. Gemeinsam stellen sie bis September 1940 mindestens 19 Flugschriften in einer Gesamtauflage von mehreren tausend Exemplaren her. Václav Průcha transportiert diese zu Jindřich Novotný, der als Hauptverteiler fungiert.
Am 3. Juni 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn mit Miloslava Gschwindová, Jindřich Novotný und Julius Tauschek wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle vier werden am 4. September 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Václav Průcha
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslava Gschwindová und andere vom 3. Juni 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-4
Brief von Václav Průcha an seinen Vater vom 15. Juni 1942 mit auszugsweiser Übersetzung
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-8
Bekanntmachung der Hinrichtung von Václav Průcha und anderen, plakatiert 1942 in Pilsen
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-3
Sterbeurkunde von Václav Průcha vom 4. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























