Leo Prus

18. Oktober 1898, Starenschin/Wongrowitz (Zaręczyny/Wągrowiec) – 22. September 1942
Leo Prus wird in Staren­schin im Kreis Won­growitz in der Provinz Posen geboren.
Anfang Januar 1940 schließt er sich einer geheimen pol­ni­schen Wider­stand­organi­sation an, die gegen die deut­sche Besat­zung kämpft und einen bewaff­neten Auf­stand plant. Die Organi­sation, die von ehe­maligen polnischen Berufs­offizieren gebil­det wird, nennt sich Wojskowa Organi­zacja Ziem Zachod­nich (WOZZ – Militär­organi­sa­tion der West­gebiete). Prus wird zum Gruppen­führer für den Stadt­teil Wilde in Posen ernannt. Er arbeitet für eine deutsche Waffen- und Munitions­fabrik in Posen als Kran­führer. Dort sammelt er Informa­tionen über die herge­stell­ten Kriegs­geräte und wirbt neue Mit­glieder für die WOZZ.
Er wird am 29. Mai 1941 festge­nommen, am 19. Mai 1942 vom Ober­landes­gericht Posen wegen „Vor­berei­tung zum Hoch­verrat” ange­klagt und am 11. August 1942 zum Tode verur­teilt.
Leo Prus wird am 22. September 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Leo Prus

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des Oberlandesgerichts in Posen gegen Leo Prus und andere vom 19. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/2516

Sterbeurkunde von Leo Prus vom 22. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück