Leo Prus
Anfang Januar 1940 schließt er sich einer geheimen pol­nischen Widerstandorganisation an, die gegen die deut­sche Besatzung kämpft und einen bewaffneten Aufstand plant. Die Organisation, die von ehemaligen polnischen Berufsoffizieren gebildet wird, nennt sich Wojskowa Organizacja Ziem Zachodnich (WOZZ – Militärorganisa­tion der Westgebiete). Prus wird zum Gruppenführer für den Stadtteil Wilde in Posen ernannt. Er arbeitet für eine deutsche Waffen- und Munitionsfabrik in Posen als Kran­führer. Dort sammelt er Informationen über die herge­stellten Kriegsgeräte und wirbt neue Mitglieder für die WOZZ.
Er wird am 29. Mai 1941 festgenommen, am 19. Mai 1942 vom Oberlandesgericht Posen wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” angeklagt und am 11. August 1942 zum Tode verurteilt.
Leo Prus wird am 22. September 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Leo Prus
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des Oberlandesgerichts in Posen gegen Leo Prus und andere vom 19. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/2516
Sterbeurkunde von Leo Prus vom 22. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung









