Josef Průša

4. Dezember 1896, Kakowitz (Kakovice) – 10. Mai 1943
Der gelernte Schuster­geselle Josef Průša nimmt am Ersten Weltkrieg als Soldat der öster­reichisch-ungari­schen Armee teil und tritt 1916 in die Tschecho­slowaki­sche Legion ein. 1920 wird er in der neu gegründeten Tschecho­slowakei als Fähnrich in die Tsche­choslowa­kische Armee übernommen. Zuletzt hat er den Rang eines Majors inne und lebt mit seiner Familie in Beneschau (Benešov).
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wird er im Juni 1939 von seinem Bekannten, dem Oberst­leutnant Ludvík Český, für die Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) geworben. Josef Průša wird Verbindungs­offizier im vom Oberst a. D. Adolf Hůlka geleiteten Kreis Beneschau, in dem dieser in der Folgezeit ein Regiment aufzu­bauen sucht. Ludvík Český ist stellver­tretender Kreiskomman­deur. Bis zu seiner Festnahme am 14. Februar 1940 ist er unter anderem mit der Sicher­stellung von im Bezirk verfüg­baren Waffen und Munition befasst.
Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 20. Januar 1943 zu­sammen mit Ludvík Český und Adolf Hůlka wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Die drei vor­maligen Offiziere werden am 10. Mai 1943 im Strafge­fängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Průša

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 3. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-6

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 20. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-1

Fernschreiben des Oberreichsanwalts an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung des Urteils gegen Josef Průša und andere Personen, 11. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-8

Sterbeurkunde von Josef Průša vom 11. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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