Josef Průša
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird er im Juni 1939 von seinem Bekannten, dem Oberstleutnant Ludvík Český, für die Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) geworben. Josef Průša wird Verbindungsoffizier im vom Oberst a. D. Adolf Hůlka geleiteten Kreis Beneschau, in dem dieser in der Folgezeit ein Regiment aufzubauen sucht. Ludvík Český ist stellvertretender Kreiskommandeur. Bis zu seiner Festnahme am 14. Februar 1940 ist er unter anderem mit der Sicherstellung von im Bezirk verfügbaren Waffen und Munition befasst.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 20. Januar 1943 zusammen mit Ludvík Český und Adolf Hůlka wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Die drei vormaligen Offiziere werden am 10. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Průša
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 3. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Adolf Hůlka und andere vom 20. Januar 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-1
Fernschreiben des Oberreichsanwalts an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung des Urteils gegen Josef Průša und andere Personen, 11. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-209-8
Sterbeurkunde von Josef Průša vom 11. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung































