Josef Przcybilla
1930 wird er Geschäftsführer des memelländischen Kulturbunds sowie der memelländischen Landwirtschaftspartei und ab Januar 1938 Geschäftsführer des Winterhilfswerks der Stadt Memel. Seit 1931 ist er Mitglied der NSDAP. Nach der Annexion des Memelgebiets durch das Deutsche Reich im März 1939 wird Josef Przcybilla Kommissarischer Kreisamtsleiter der NS-Volkswohlfahrt.
Im Sommer 1930 lässt er sich vom litauischen Nachrichtendienst anwerben und liefert diesem bis März 1939 regelmäßig Berichte. Am 15. Juli 1940 wird er festgenommen.
Der Vater zweier Söhne wird am 10. Februar 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 5. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Przcybilla
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Przcybilla vom 29. September 1941
Bundesarchiv R 3017/13898
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Przcybilla vom 10. Februar 1942
Lietuvos Centrinis Valstybės Archyvas/Litauisches Zentrales Staatsarchiv, Vilnius F. 1173 Ap. 3 B. 114
Sterbeurkunde von Josef Przcybilla vom 5. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





















































