Franz Przeczewski

15. April 1898, Kittnowko/Kreis Graudenz (Kitnówko/Grudziądz) – 9. September 1943
Franz Przeczewski besucht im westpreußischen Gosslershausen die deutsche Volksschule und macht anschließend eine Ausbildung zum Schlosser. 1918 wird er zum Heeresdienst eingezogen und nimmt am Ersten Weltkrieg teil. Nach seiner Entlassung im März 1919 arbeitet er zunächst als Schlosser und ist ab November 1919 bei der deutschen Reichsbahn angestellt. Nach 1920 wird Gosslershausen (dann Jabłonowo Pomorskie) an Polen abgetreten und Franz Przeczewski wird in den polnischen Bahndienst übernommen.
Ende 1927 lernt er während seiner Tätigkeit bei der Bahn einen Angehörigen des polnischen Nach­richtendienstes kennen und übernimmt erste Aufträge für den Geheim­dienst. Von 1928 bis Sommer 1939 sammelt Franz Przeczewski für den polnischen Nachrichtendienst Infor­mationen zum deutschen Militärtransportwesen.
Der 3. Senat des „Volksgerichtshofs” verturteil Franz Przeczewski am 21. Juli 1943 wegen „Landesver­rats” zum Tode. Er wird am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Przeczewski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Przeczewski vom 21. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/13479

Sterbeurkunde von Franz Przeczewski vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. Septem­ber 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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