Gustav Przyrembel

13. Mai 1909, Karlsmarkt (Karłowice) – 30. März 1940
Gustav Przyrembel

Gustav Przyrembel

Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Friedensau

Nach dem Besuch der Volksschule arbeitet Gustav Przyrembel auf dem Bauernhof seiner Eltern. Zeitweise ist er als Bauarbeiter in Berlin tätig. Er schließt sich der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten-Reformations­bewegung in Karlsmarkt an und heiratet 1934 Selma Wignantky, die Tochter des örtlichen Gemeindeleiters der Siebenten-Tags-Adventisten.
Die „Reformadventisten” bekennen sich zur strikten Einhaltung des Sabbat als biblischem Ruhetag und lehnen den Wehrdienst entschieden ab. Im April 1936 wird die Glaubensgemeinschaft verboten. Gustav Przyrembel hält jedoch an seinen Überzeugungen fest.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militärdienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Gustav Przyrembel wird am 10. Dezember 1939 in Schweidnitz festgenommen, nachdem er den Dienst mit der Waffe und den Fahneneid verweigert hat. Anfang März 1940 wird er vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt.
Er wird am 30. März 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gustav Przyrembel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Gustav Przyrembel vom 30. März 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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