František Ptašinský
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an. Im Juni 1939 lernt er über Oldřich Blažek, für dessen Kulturzeitschrift er Artikel schreibt, Josef Hrubý kennen, der die sozialistischen Kräfte bündeln will und hierfür in Brünn (Brno) eine Gruppe gegründet hat. Ihnen allen geht es um eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen der Widerstandsbewegung, František Ptašinský hat hierbei die Aufgabe, ehemalige Legionäre und Offiziere für die Mitarbeit und ein Bündnis zu gewinnen.
Hierfür nimmt er Kontakt auf mit Čestmír Jelínek und Václav Lysak, die in der neu gegründeten geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) in Mähren Führungspositionen inne haben.
Am 20. November 1939 wird František Ptašinský festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 24. Juli 1942 zusammen mit Oldřich Blažek und Josef Hrubý wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle drei Männer werden am 16. November 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Ptašinský
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Oldřich Blažek und andere vom 26. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-546-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Oldřich Blažek und andere vom 24. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-546-6
Schnellbrief des Geheimen Staatspolizeiamts Berlin zum Gnadenerweis gegenüber Oldřich Blažek, Josef Hrubý und František Ptašinský vom 14. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-546-11
Bekanntmachung der Hinrichtung von František Ptašinský und anderen, plakatiert Ende 1942 in Brünn
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-546-7



























































