Antonín Pulpán
Pulpán wird im Herbst von einem ihm aus seiner Schul­zeit bekannten Postbeamten für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die Orga­nisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Ihm wird die Aufgabe des „Zuckerbäckers” für den Kreis Pardubitz über­tragen, in deren Rahmen er „gegen deutschfreundliche Tschechen, die ihre Landsleute der Polizei” ausliefern, „einschreiten” soll. Mehrfach fährt er nach Prag und trifft sich dort mit Mitgliedern der ON, um über die politische Lage, seine Aufgabengebiete und die geheime Arbeit der Militärorganisation zu sprechen. Ab Herbst 1939 trifft er mehrmals den Mitangeklagten Gus­tav Coufal, mit dem er sich über die Möglichkeiten der Beschaffung von Waffen für die ON austauscht.
Antonín Pulpán wird am 29. November 1940 festge­nommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 22. April 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” sowie „Landesverrats” zum Tode ver­urteilt. Am 12. September 1942 wird er zusammen mit Gustav Coufal im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee er­mordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Pulpán
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Pulpán und Gustav Coufal vom 22. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-242-2
Einlasskarte für die Hinrichtung von Antonín Pulpán und Gustav Coufal im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee vom 9. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-242-7
Bekanntmachung der Hinrichtung von Antonín Pulpán und Gustav Coufal
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-242-7
Sterbeurkunde von Antonín Pulpán vom 12. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























































