Adolf Rapp

7. Oktober 1915, Prag – 8. Februar 1943
Adolf Rapp

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Adolf Rapp, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-275-15

Adolf Rapp lässt sich nach der Bürger­schule zum Stein­drucker ausbilden und leistet bis März 1939 seinen Militär­dienst beim tsche­chischen Infan­terieregi­ment 28 in Prag, aus dem er als Gefreiter entlassen wird. Bis zu seiner Jugend ist er Mitglied in der Turner­vereini­gung Sokol, später gehört er dem Pfadfin­der­verein Junák sowie der Fach­organi­sation der Stein­drucker an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht gewinnt ihn sein früherer Kompa­nie­chef Stabs­kapitän a. D. Karel Řihák im Frühsommer 1939 für die Mitarbeit in der geheimen Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation), der wenig später den Teil­bezirk Prag-Wein­berge (Ost) leitet. Adolf Rapp bleibt mit diesem bis Anfang 1941 laufend in Verbin­dung, hält Wache während Treffen und soll im Einsatz­fall als Fern­sprecher Dienst tun. Im Juli 1939 macht er Karel Řihák mit seinem Vetter Otakar Schiedeck bekannt, der ebenfalls bereits in der Organi­sation aktiv ist, und betei­ligt sich mit am Bau eines geheimen Senders.
Adolf Rapp wird am 25. April 1941 festge­nommen und am 16. Oktober 1942 zusammen mit Otakar Schiedeck und zwei weiteren Ange­klagten vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zum Tode verurteilt. Alle vier Männer wer­den am 8. Februar 1943 in Berlin-Plötzen­see ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Adolf Rapp

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Schiedeck und andere vom 24. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-275-17

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Schiedeck und andere vom 16. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-275-5

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Vollstreckung des Urteils gegen Adolf Rapp, 9. Febru­ar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-275-10

Sterbeurkunde von Adolf Rapp vom 9. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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