Johann Ratayczak
Seit Juni 1939 erstattet er dem polnischen Nachrichten­dienst Bericht über die mechanischen Einzelheiten der Fabrikation des Flugzeugmusters Do 217 und der Ju 88. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht setzt der pol­nische Nachrichten­dienst seine Tätigkeit von der Schweiz aus fort. Ratayczak gibt in der Folgezeit verschiedenen Ku­rieren Auskunft über die Stärke der Belegschaft seines Betriebes, die Stimmung unter den Arbeiterinnen und Ar­beitern, die Anzahl und Typen der verschiedenen produ­zierten Maschinen und die deutschen Truppen­konzen­trationen im Umkreis.
Dafür wird er im Januar 1940 festgenommen und vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 25. April 1941 wegen „Landesverrats in Tateinheit mit Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Johann Ratayczak wird am 30. Juli 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Ratayczak
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Johann Ratayczak vom 25. April 1941
Bundesarchiv R 3017/13988
Bericht der Untersuchungshaftanstalt Stuttgart zum Selbstmordversuch von Johann Ratayczak vom 2. Mai 1941
Bundesarchiv R 3018/2992
Sterbeurkunde von Johann Ratayczak vom 30. Juli 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Johann Ratayczak vom 30. Juli 1941
Bundesarchiv R 3018/2992

































