Karl Ratzke

5. Juni 1888, Berlin – 25. Januar 1940
Karl Ratzke wird als 14. von 15 Kindern in Berlin geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule arbeitet er zunächst in der Land­wirt­schaft und in der Fischerei. Zwischen 1910 und 1912 leistet er seinen Militär­dienst und nimmt ab 1914 am Ersten Welt­krieg teil. Nach der Entlas­sung aus dem Militär geht er ver­schie­denen Gelegen­heits­arbeiten nach.
Seit dem Alter von 17 Jahren wird er wieder­holt straf­fällig und für verschie­denen Eigen­tums­delikte zu Haft­strafen verurteilt. Am 19. Januar 1940 schlägt Karl Ratzke einen Bekann­ten nach einem Kneipen­besuch auf der verdun­kelten Straße nieder und stiehlt seine Geld­börse. Karl Ratzke wird am nächsten Tag festge­nommen und bereits am 25. Januar vom Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin wegen Raubes auf der Grund­lage der am 5. Septem­,ber 1939 erlas­senen „Volks­schäd­lings­verord­nung” zum Tode verur­teilt.
Karl Ratzke wird noch am selben Tag im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Ratzke

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Karl Ratzke vom 26. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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