Stéphane Ravé


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stéphane Ravé, 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3319
Von Mitte Dezember 1942 bis Januar 1943 beteiligt sich Ravé an mehreren Einbruchdiebstählen. Am 21. Januar 1943 wird er nach einem Einbruchsversuch auf der Flucht von einem Polizisten angeschossen. Er wird festgenommen und befindet sich bis Juni 1943 im Krankenhaus.
Das Sondergericht VIII bei dem Landgericht Berlin klagt Ravé gemeinsam mit drei weiteren französischen Zwangsarbeitern auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ an. Am 19. Juni 1943 werden Ravé und zwei weitere Franzosen zum Tode verurteilt.
Stéphane Ravé flieht gemeinsam mit zwei anderen Franzosen in der Nacht vom 3. auf den 4. September 1943 während eines britischen Luftangriffs aus dem Gefängnis Plötzensee. Kurz darauf werden sie erneut festgenommen.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 18-jährige Stéphane Ravé am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Stéphane Ravé
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Stéphane Ravé, 8. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3319/2
Sterbeurkunde von Stéphane Ravé vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





