Gerhard Redlich

14. August 1920, Berlin – 8. Juli 1943
Gerhard Redlich

Portrait von Gerhard Redlich

Privatbesitz

Gerhard Redlich wird am 14. August 1920 in Berlin-Charlottenburg als Sohn des jüdischen Kauf­manns Conrad Redlich und seiner Ehefrau Margarete, geborene Seek geboren. Er besucht die Volksschule, anschlie­ßend das Realgym­nasium und nimmt dann eine Lehre als Verkäufer auf, die er wegen „Arisierung” des Geschäfts aufgeben muss.
Nach den Nürnberger Rasse­gesetzen als „Mischling 1. Grades” definiert, arbeitet Gerhard Redlich in verschie­denen Betrieben Berlins. Einer Auffor­derung, sich Ende Juli 1942 bei der Berliner Gestapo zu melden, kommt er nicht nach, da er befürchtet, depor­tiert zu werden. Er taucht unter und lebt in Berlin illegal.
Mit den ebenfalls von Deportation bedrohten jungen jüdischen Männern Heinz Riechert und Max Gottheiner gibt er sich fortan als Kriminal­beamter aus, durchsucht Wohnungen und beschlag­nahmt Wertgegen­stände von Juden, bis sie im Dezember 1942 gefasst werden.
Das Sondergericht VII beim Land­gericht Berlin verurteilt Gerhard Redlich, Max Gottheiner und Heinz Riechert am 14. Mai 1943 zum Tode.
Am 17. Mai 1943 werden die drei jungen Männer vom Unter­suchungs­gefängnis Moabit in die Straf­anstalt Plötzensee überstellt. Gerhard Redlich, Max Gottheiner und Heinz Riechert werden am 8. Juli 1943 ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Redlich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Gerhard Redlich vom 9. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück