Gerhard Redlich
Nach den Nürnberger Rassegesetzen als „Mischling 1. Grades” definiert, arbeitet Gerhard Redlich in verschiedenen Betrieben Berlins. Einer Aufforderung, sich Ende Juli 1942 bei der Berliner Gestapo zu melden, kommt er nicht nach, da er befürchtet, deportiert zu werden. Er taucht unter und lebt in Berlin illegal.
Mit den ebenfalls von Deportation bedrohten jungen jüdischen Männern Heinz Riechert und Max Gottheiner gibt er sich fortan als Kriminalbeamter aus, durchsucht Wohnungen und beschlagnahmt Wertgegenstände von Juden, bis sie im Dezember 1942 gefasst werden.
Das Sondergericht VII beim Landgericht Berlin verurteilt Gerhard Redlich, Max Gottheiner und Heinz Riechert am 14. Mai 1943 zum Tode.
Am 17. Mai 1943 werden die drei jungen Männer vom Untersuchungsgefängnis Moabit in die Strafanstalt Plötzensee überstellt. Gerhard Redlich, Max Gottheiner und Heinz Riechert werden am 8. Juli 1943 ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Gerhard Redlich
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Gerhard Redlich vom 9. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





