Heinrich Reichel
Reichel, der dem militärpolitischen Apparat der KPD angehört und sogenannter Abwehrleiter der Bezirksleitung Magdeburg ist, wird ab Ende 1932 für ein Jahr an der militärpolitischen Schule in Moskau ausgebildet. Er kehrt illegal nach Deutschland zurück und arbeitet unter dem Namen „Ernst Görlich” als Reichsinstrukteur im Bezirk Frankfurt und Stuttgart.
Bei einem Treffen in Berlin wird er festgenommen, kann jedoch fliehen und gelangt in die Tschecho­slowakei. Er reist mehrmals zu illegalen Einsätzen nach Deutschland, wo er Kontakt zu Stefan Lovász, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Herrmann hat, die ihn über geheime deutsche Rüstungsprojekte informieren.
Im Juni 1935 wird er in Zürich festgenommen und nach Frankreich ausgewiesen. Über Belgien gelangt er Ende 1935 nach Amsterdam. Heinrich Reichel wird am 16. Januar 1940 von den niederländischen Behörden interniert und nach der Besetzung der Niederlande der Gestapo ausgeliefert.
Am 30. April 1943 wird er vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung” zum Tode verurteilt. Heinrich Reichel wird am 22. Juli 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Heinrich Reichel
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift von Heinrich Reichel, 9. März 1943
Bundesarchiv R 3018/5029
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Reichel, 30. April 1943
Bundesarchiv R 3018/5029
Ablehnung eines Gnadenerweises für Heinrich Reichel, 4. Juli 1943
Bundesarchiv R 3018/5029
Protokoll der Hinrichtung von Heinrich Reichel, 22. Juli 1943
Bundesarchiv R 3018/5029




























