Karl Reichenberger

24. April 1904, Nürnberg – 1. Juni 1943
Karl Reichenberger

Karl Reichenberger

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2934

Karl Reichenberger kommt nach der Scheidung seiner Eltern im Alter von 14 Jahren für zwei Jahre in Fürsorge­erziehung und ist danach als Vertreter einer Bohner­wachs-Firma tätig. 1920 wird er erstmals straffällig, begeht einen Raub­überfall und wird zu sechs Jahren Zucht­haus verurteilt. Anschließend arbeitet er als Ver­sicherungs­vertreter in Berlin. 1933 wird er erstmals wegen Heirats­schwindels zu sechs Monaten Haft verurteilt.
Einer im Juni 1940 durch das Amts­gericht Neustettin gesprochenen fünfzehn­monatigen Haftstrafe kann er sich durch Flucht während eines Trans­ports entziehen. Am 22. Mai 1942 wird Karl Reichen­berger unter Vorwurf des mehrfachen Betrugs und Heirats­schwindels in Königs­winter festge­nommen.
Das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 16. April 1943 auf Basis von § 1 des Gesetzes vom 4. September 1941 als „gefährlichen Gewohnheits­verbrecher” zum Tode. Karl Reichenberger wird am 1. Juni 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Reichenberger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts VII bei dem Landgericht Berlin gegen Karl Reichenberger vom 16. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2938

Bescheid über die Hinrichtung von Karl Reichenberger, 1. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2938

Sterbeurkunde von Karl Reichenberger vom 2. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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