Anton Reichert


Erkennungsdienstliches Foto von Anton Reichert, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-77-10
In Aussig lässt sich Anton Reichert von einem tschechischen Polizeibeamten für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst anwerben, tritt 1931 in die Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei der Tschechoslowakei (DNSAP) ein und liefert seinen Auftraggebern bis zum Verbot der DNSAP 1933 Informationen. Bis Ende 1935 führt er außerdem Erkundungen durch im deutsch-tschechischen Grenzgebiet.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich flüchtet er nach Prag. Als auch die verbliebenen tschechischen Gebiete von der Wehrmacht besetzt werden, erwirkt er als vermeintlich Geisteskranker seine Einweisung in eine Nervenheilanstalt.
Anton Reichert wird am 17. November 1941 festgenommen, am 13. Mai 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 22. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Anton Reichert
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Anton Reichert vom 23. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



