Josef Reichert
Nach der Annexion des Sudetengebiets durch das Deutsche Reich und dem Verbot der KPČ im Oktober 1938 schließt er sich im Frühjahr 1941 der illegalen KPČ im Kreis Brüx unter Kreisinstrukteur Václav Jandečka an, der diesen wiederaufzubauen sucht.
Mithilfe von Václav Sobota wirkt Josef Reichert als Verbindungsmann nach Hostomitz und Teplitz und ermöglicht ortsübergreifende Treffen. Nach der Festnahme von Václav Jandečka im Juni 1941 übernimmt er dessen Funktion als Kreisinstrukteur von Brüx, hält die Verbindung zur Zentrale in Prag und setzt unter anderen Václav Sobota als Hauptkassierer in Dux und Franz Titl als führenden Funktionär in Ladowitz ein.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt Josef Reichert am 26. Oktober 1942 mit Václav Sobota, Franz Titl und einen weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle vier Männer werden am 19. März 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Reichert
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Reichert und andere vom 26. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-7
Sterbeurkunde von Josef Reichert vom 20. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










