Josef Reichert

27. August 1906, Groß Wehlen (Velká Veleň) – 19. März 1943
Der Bergmann Josef Reichert gehört von 1926 bis 1927 der Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) an und ab 1934 dem Bund der Sowjet­freunde.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich und dem Verbot der KPČ im Oktober 1938 schließt er sich im Frühjahr 1941 der illegalen KPČ im Kreis Brüx unter Kreis­instruk­teur Václav Jandečka an, der diesen wieder­auf­zubauen sucht.
Mithilfe von Václav Sobota wirkt Josef Reichert als Ver­bindungs­mann nach Hostomitz und Teplitz und ermög­licht ortsüber­greifende Treffen. Nach der Festnahme von Václav Jandečka im Juni 1941 über­nimmt er dessen Funktion als Kreis­instrukteur von Brüx, hält die Verbin­dung zur Zentrale in Prag und setzt unter anderen Václav Sobota als Haupt­kassierer in Dux und Franz Titl als führenden Funktionär in Ladowitz ein.
Der „Volks­­gerichts­­hof” verurteilt Josef Reichert am 26. Oktober 1942 mit Václav Sobota, Franz Titl und einen weiteren Ange­klagten wegen „Vorbe­­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Alle vier Männer werden am 19. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Reichert

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Reichert und andere vom 26. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-7

Sterbeurkunde von Josef Reichert vom 20. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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