Adolf Reichwein


Adolf Reichwein
Adolf-Reichwein-Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung DIPF/BBF/Archiv REICH FOTO 65/69-77
Die folgenden Jahre verbringt er als Landschullehrer in Tiefensee bei Berlin, später als Museumspädagoge am Staatlichen Museum für Deutsche Volkskunde in Berlin. Seit 1940 hat Reichwein Kontakt zu den Widerstandskreisen um Wilhelm Leuschner und Julius Leber und gehört selbst dem Kreisauer Kreis an. Im Sommer 1944 hat er nicht nur Kontakte zur militärischen Opposition, sondern trifft sich am 22. Juni 1944 gemeinsam mit Julius Leber mit den kommunistischen Widerstandskämpfern Anton Saefkow und Franz Jacob.
Die Teilnahme eines Gestapo-Spitzels an diesem Treffen, der sich in die Führung der Berliner Kommunisten einschleichen konnte, führt Anfang Juli 1944 zur Festnahme von Julius Leber und Adolf Reichwein. Reichwein wird am 20. Oktober 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Adolf Reichwein
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Rekonstruktion der Kabinettsplanungen für den Umsturzversuch durch das „Reichssicherheitshauptamt”, 6. September 1944
Bundesarchiv NS 6/12
Adolf Reichwein vor dem „Volksgerichtshof”, 20. Oktober 1944
Privatbesitz
Abschrift des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Julius Leber, Adolf Reichwein, Hermann Maaß und Gustav Dahrendorf, 21. Oktober 1944
Bundesarchiv R 3001/24775
Mein lieber Vater,
in der letzten Stunde denke
ich voll Dank alles dessen,
was Du in Deinem
langen Leben Gutes an
mir getan hast. Noch
viele Jahre wünsche ich Dir;
erhalte Dich für Deine
Enkel, die Dich nun dringender
brauchen denn je.
Von Herzen
Dein Adolf
Abschiedsbrief Adolf Reichweins an seinen Vater, 20. Oktober 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand










