Hermann Reinel
Reinel wird im Jahr 1932 für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst geworben und liefert bis 1935 ver­schiedenen tschechoslowakischen Nachrichtenoffizieren Informationen über Vorgänge im Reich und im deutsch-tschechoslowakischen Grenzgebiet. Insbesondere gibt er Auskunft über Befestigungen, die Anzahl der Kasernen und die Stärke der verschiedenen (para)militärischen Formationen im Grenzgebiet. Weil er im März 1935 in den Verdacht gerät, Spionage zugunsten des Deutschen Reiches zu betreiben, wird er im April 1936 vom Kreis­gericht in Prag wegen „Militär-Verrats“ zu sechs Jahren „schweren Kerkers“ und einer Geldstrafe verurteilt.
Nach der deutschen Besetzung des Sudetengebiets wird Hermann Reinel im Herbst 1938 aus tschechoslowa­kischer Haft entlassen und im Deutschen Reich erneut festgenommen. Er wird am 7. Dezember 1942 vom 4. Se­nat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und am 10. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hermann Reinel
Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Hermann Reinel vom 15. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/14032
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Hermann Reinel vom 7. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/14032
Sterbeurkunde von Hermann Reinel vom 11. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


































