Alois Rejholec

31. Mai 1902, Horschan (Hořany) – 3. November 1942
Alois Rejholec

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Alois Rejholec, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-7

Der Sohn eines Landwirts ist bei den Tschecho­slowa­kischen Staats­bahnen als Elektriker und nach der Mei­stergewerbe­schule als Werkmeister tätig. Er ist Mitglied der patriotisch gepräg­ten Turner­vereinigung Sokol.
Als Alois Rejholec nach der Besetzung der böhmisch­en Länder durch die Wehr­macht von seinem Kollegen František Kožnar von dem vom Eisen­bahn­inspektor Ctibor Träger in Kooperation mit der Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) organi­sierten Legionärs­transport ins Aus­land erfährt, führt er diesem einen Bekannten zu, der sich der Exilarmee an­schließen will. Für dessen Transport führt er außerdem eine Geld­sammlung durch.
Am 11. Februar 1941 wird er festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 16. Juni 1942 wegen „Feind­begünstigung und Vor­bereitung zum Hoch­­verrat” mit František Kožnar, Ctibor Träger sowie neun weiteren Ange­klagten zum Tode. Alle zwölf zum Tode Verurteilten werden am 3. November 1942 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Alois Rejholec

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3001/144639

Bekanntmachung der Hinrichtung von Alois Rejholec und anderen, plakatiert 1942 in Prag und Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1

Sterbeurkunde von Alois Rejholec vom 4. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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