Willi Reppin

18. Juli 1900, Dobberkau – 11. Mai 1943
Willi Reppin

Erkennungsdienstliches Foto von Willi Reppin

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832

Willi Reppin wird zunächst von seinen Groß­eltern erzogen und besucht eine Dorf­schule. Nach dem Tod seiner Groß­eltern zieht er mit seiner Mutter nach Halle an der Saale und Stendal, wo er jeweils die Mittel­schule besucht und anschließend das Goldschmiede­handwerk erlernt.
1918 wird er in den Heeres­dienst einberufen und im Dezember 1919 wieder entlassen. Im darauf­folgenden Jahr meldet er sich zum Freikorps, scheidet dann aber wegen einer Straftat endgültig aus dem Militär­dienst aus. Er ist anschließend als Mechaniker und Provisions­ver­treter tätig.
Von 1917 an begeht er mehrere Straftaten, die meistens in Zusammen­hang mit „Provisions- und Abzahlungs­schwindel“ stehen. Am 25. März 1942 wird er erneut festge­nommen.
Das Sondergericht III bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 5. Oktober 1942 zu sechs Jahren Zucht­haus. Das Reichs­gericht hebt dieses Urteil am 4. Februar 1943 nach einer Nichtig­keits­beschwerde des Ober­reichs­anwalts wieder auf und verweist den Fall zurück an das Sonder­gericht.
Das Sondergericht VII beim Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 31. März 1943 auf Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung“ als „gefährlichen Gewohn­heits­verbrecher” zum Tode.
Willi Reppin wird am 11. Mai 1943 in der Straf­anstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Willi Reppin

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Tenor des Todesurteils gegen Willi Reppin, 5. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/1

Gnadengesuch des Anwalts von Willi Reppin, 16. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/2

Ablehnung des Gnadengesuchs von Willi Reppin, 30. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/2

Sterbeurkunde von Willi Reppin vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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