Willi Reppin


Erkennungsdienstliches Foto von Willi Reppin
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832
1918 wird er in den Heeresdienst einberufen und im Dezember 1919 wieder entlassen. Im darauffolgenden Jahr meldet er sich zum Freikorps, scheidet dann aber wegen einer Straftat endgültig aus dem Militärdienst aus. Er ist anschließend als Mechaniker und Provisionsvertreter tätig.
Von 1917 an begeht er mehrere Straftaten, die meistens in Zusammenhang mit „Provisions- und Abzahlungs­schwindel“ stehen. Am 25. März 1942 wird er erneut festgenommen.
Das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 5. Oktober 1942 zu sechs Jahren Zucht­haus. Das Reichsgericht hebt dieses Urteil am 4. Februar 1943 nach einer Nichtigkeitsbeschwerde des Oberreichs­anwalts wieder auf und verweist den Fall zurück an das Sondergericht.
Das Sondergericht VII beim Landgericht Berlin verurteilt ihn am 31. März 1943 auf Grundlage der „Volks­schädlings­verordnung“ als „gefährlichen Gewohnheits­verbrecher” zum Tode.
Willi Reppin wird am 11. Mai 1943 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Willi Reppin
Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei
Tenor des Todesurteils gegen Willi Reppin, 5. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/1
Gnadengesuch des Anwalts von Willi Reppin, 16. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/2
Ablehnung des Gnadengesuchs von Willi Reppin, 30. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2832/2
Sterbeurkunde von Willi Reppin vom 12. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










