Rolf Ressel

20. Januar 1903, Ponarth/Königsberg (Dimitrowo/Kaliningrad) – 5. Mai 1942
Rolf Ressel wächst als Sohn eine Justiz­ange­stell­ten in Berlin auf. Mit 15 Jahren wird er erst­mals straf­fällig, kommt in Für­sorge­erzie­hung und wird von dort in eine kauf­män­nische Lehre gege­ben. Wegen Eigen­tums­delikten wird er zu mehr­jäh­rigen Haft­strafen verur­teilt, zuletzt 1934 zu acht Jahren Zucht­haus. Am 4. Juni 1941 flieht er aus dem Straf­lager Bremen.
Er begibt sich nach Berlin und begeht Mitte Juni 1941 einen erneu­ten Betrug, indem er einem Bekann­ten einen zuvor gestoh­lenen Radio­apparat ver­kauft, den dieser nach einer Pressemeldung identi­fizieren kann. Das Sonder­gericht I verur­teilt Rolf Ressel am 11. März 1942 des­halb und auf­grund seiner Vor­strafen auf Grund­lage der am 5. Septem­ber 1939 erlas­senen „Volks­schäd­lings­verord­nung” zum Tode.
Rolf Ressel wird am 5. Mai 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rolf Ressel

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Sterbeurkunde von Rolf Ressel vom 5. Mai 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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