Bodo Reuscher

3. Februar 1898, Berlin – 6. August 1943
Bodo Reuscher

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bodo Reuscher, 1943

Bundesarchiv R 3001/154031

Bodo Reuscher nimmt nach dem Besuch des Gymnasiums ab 1916 am Ersten Weltkrieg teil. Nach seiner Entlassung als Offizier tritt er in den Dienst der Berliner Kriminalpolizei. Nach einem Dienst­vergehen flieht er jedoch unter Mitnahme seiner Dienstpistole nach Danzig, wo er für den polnischen Nachrichtendienst arbeitet. Im Juni 1922 wird er vom Reichsgericht wegen „versuchten Landesverrats” zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Haftstrafe ist er als kaufmännischer Angestellter tätig, zuletzt in einer Buttergroßhandlung in Berlin.
Im Oktober 1941 wird Bodo Reuscher erneut festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, erheblich Mengen von Butter, Margarine und Käse ohne die erforderlichen Bezugsscheine abgegeben zu haben. Er wird am 20. Mai 1943 vom Sondergericht VIII bei dem Landgericht Berlin wegen „Kriegs­wirtschafts­verbrechens" zum Tode verurteilt. Bodo reuscher wird am 6. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bodo Reuscher

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Urteil des Sondergerichts VIII bei dem Landgericht Berlin gegen Bodo Reuscher und andere vom 20. Mai 1943

Bundesarchiv R 3001/154031

Ablehung eines Gnadenerweises für Bodo Reuscher vom 27. Juli 1943

Bundesarchiv R 3001/154031

Mitteilung über die Hinrichtung von Bodo Reuscher vom 7. August 1943

Bundesarchiv R 3001/154031

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