Bohuš Rezek

27. Mai 1922, Rakonitz (Rakovník) – 30. September 1943
Bohuš Rezek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bohuš Rezek, 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17384

Bohuš Rezek kommt Ende 1940 achtzehnjährig als „Zivilar­beiter” nach Berlin und arbeitet zunächst als Kellner. Wegen Kofferdiebstahls und Unterschlagung eines Ge­päckscheins verurteilt ihn das Amts­gericht Berlin zweimal zu mehrmonatigen Haftstrafen.
Als er am 10. Juni 1943 zusammen mit Zdeněk Aksamit und Karel Havel spätabends im Bahnhof Fried­richstraße erneut einen Koffer­diebstahl durchführen will, wird Aksamit gefasst und festgenommen.
Nach dessen Verhör wird auch Bohuš Rezek festge­nommen. Das Sonderge­richt VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Bohuš Rezek am 15. September 1943 auf­grund der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlings­verordnung” zusammen mit Zdeněk Aksamit und Karel Havel wegen „gemeinschaftlichen Diebstahls” zum Tode. Josef Bartoš wird wegen „ge­werbsmäßiger Hehlerei” zum Tode verurteilt. Alle vier jungen Männer werden am 30. September 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Bohuš Rezek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Bescheid über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Bohuš Rezek und andere, 1. Oktober 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17385

Sterbeurkunde von Bohuš Rezek vom 2. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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