Erwin Richter

25. September 1913, Malz – 29. April 1944
Erwin Richter arbeitet nach dem Besuch der Volksschule einige Jahre als Schiffer. Zwischen 1932 und 1942 ist er im Bäckereibetrieb seiner Eltern tätig und anschließend bei einem Bauunternehmer in Oranienburg beschäftigt.
Am 6. März 1944 werden bei einem Fliegerangriff auf Oranienburg mehrere Häuser stark beschädigt. Richter und ein Kollege, der belgische Zimmermann Arthur Beesman, werden von ihrem Chef beauftragt, die Häuser wieder in Stand zu setzen. Bei ihrem Arbeitseinsatz entwenden sie einige Kleidungsstücke und Gegenstände aus den zertrümmerten Häusern.
Richter wird am 27. März 1944 festgenommen und gemeinsam mit Beesman wegen „Plünderns“ angeklagt. Das Sondergericht VI beim Landgericht Berlin verurteilt Richter und Beesman am 15. April 1944 wegen Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode.
Am 29. April 1944 werden Erwin Richter und Arthur Beesman in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erwin Richter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des Sondergerichts bei dem Landgericht Berlin gegen Erwin Richter und Arthur Beesmann, 30. März 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3050

Erste Seite des Urteils des Sondergerichts VI bei dem Landgericht Berlin gegen Erwin Richter und Arthur Beesmann, 15. April 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3050

Mitteilung über die Hinrichtung von Erwin Richter vom 2. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143490

Sterbeurkunde von Erwin Richter vom 3. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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