Friedrich Richter

12. Mai 1907, Colditz – 15. Februar 1937
Friedrich Richter wächst als Sohn des Pflege­vor­stehers Walter Richter und seiner Frau Katharina im säch­sischen Colditz auf. Nach der Mittleren Reife und einer kauf­männischen Lehre ist er in einer Firma in Eibau als Buch­halter tätig, wird jedoch 1931 im Zuge einer Betriebs­einschrän­kung entlassen. 1931 tritt er in die Zentrums­partei ein, gelegent­lich tritt er als Redner in der katho­lischen Jugend­bewegung auf.
1932 lässt er sich als Erwerbs­loser vom tsche­­chischen Nach­­richten­­dienst anwerben und liefert seinem Auftrag­geber Informa­­tionen aus dem deutsch-tsche­­chischem Grenz­­gebiet, vor allem über die SA in Zittau und deren Beziehung zur Reichs­wehr. Im April 1933 tritt er zum Auskund­schaften in die National­sozialis­tische Betriebs­zellenorga­nisation (NSBO) und im Juni in die SA ein, in der er sich als stell­vertre­tender Trupp­führer eines SA-Sturms betätigt.
Friedrich Richter wird am 19. Juli 1934 festge­­nommen und am 20. März 1935 vom 4. Senat des „Volks­­gerichts­hofs” wegen „Landes­­verrats” zusammen mit Günther Galgan zum Tode verur­­teilt. Beide Männer werden am 15. Februar 1937 im Strafge­­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Friedrich Richter

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Friedrich Richter, Günther Galgan und weitere Personen vom 20. März 1936

Bundesarchiv R 3017/34485, Bd. II

Vorbereitung der Vollstreckung der Todesstrafe an Friedrich Richter, Günther Galgan und Johannes Eggert vom 12. Februar 1937

Bundesarchiv R 3018/10778

Sterbeurkunde von Friedrich Richter vom 15. Februar 1937

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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