Gustav Richter

27. März 1890, Dresden – 27. Oktober 1942
Gustav Richter

Gustav Richter

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Gustav Richter ist Mitglied der kommu­nistischen „Revolu­tionären Gewerk­schafts-Oppo­sition“. Ab 1940 hört er zusammen mit seinem Sohn den Londoner Rund­funk in seiner Wohnung ab.
Der Werk­statt­arbeiter wird am 5. November 1941 festge­nommen und gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf Richter ange­klagt. Den beiden wird vorge­worfen, sich in ihren Brief­wechseln „staats­feind­lich und zerset­zend“ geäußert zu haben. Gustav Richter soll seinen Sohn Rudolf kommu­nistisch geprägt und erzogen haben. Rudolf Richter verlieh marxis­tische Literatur an seine Arbeits­kollegen und forderte sie auf, die Arbeit zu verwei­gern.
Der 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ verurteilt die beiden am 21. August 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat" und „Abhörens von Auslands­sendern“ zum Tode.
Gustav und Rudolf Richter werden am 27. Oktober 1942 in der Straf­anstalt Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gustav Richter

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Rudolf und Gustav Richter,
12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 1

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Rudolf und Gustav Richter, 21. August 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 1

Plakat mit Bekanntmachung der Hinrichtung von Rudolf und Gustav Richter, 27. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 2

Sterbeurkunde von Gustav Richter vom 28. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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