Rudolf Richter

28. Juli 1920, Dresden – 27. Oktober 1942
Rudolf Richter

Porträt von Rudolf Richter

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Rudolf Richter macht eine Lehre zum Schrift­maler und besucht gleich­zeitig eine Fortbil­dungs­schule.
Ab 1940 wird er als Revol­ver­dreher bei den Junkers-Werken in Dessau dienst­verpflich­tet und nach einer kurzen Aus­bildung in ein Ersatz­teilwerk der Vereinigten Flug­motoren­werke versetzt. Dort verteilte er kommu­nistische Schriften und Gedichte von jüdischen Autoren an seine Kollegen. In der Woh­nung seines Vaters hört er den Londoner Rund­funk ab.
Der Schrift­maler wird am 31. Oktober festge­nommen und gemeinsam mit seinem Vater Gustav Richter angeklagt. Den beiden wird vorge­worfen, sich in ihren Brief­wechseln „staats­feindlich und zerset­zend“ geäußert zu haben.
Der 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ verurteilt die beiden am 21. August 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ und „Abhörens von Aus­lands­sendern“ zum Tode.
Rudolf und Gustav Richter werden am 27. Oktober 1942 in der Straf­anstalt Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Richter

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Rudolf und Gustav Richter, 21. August 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 1

Gnadengesuch von Rudolf Richter,
9. September 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 2

Plakat mit Bekanntmachung der Hinrichtung von Rudolf und Gustav Richter, 27. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 2

Sterbeurkunde von Rudolf Richter vom 28. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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