Rudolf Richter
Ab 1940 wird er als Revolverdreher bei den Junkers-Werken in Dessau dienstverpflichtet und nach einer kurzen Ausbildung in ein Ersatzteilwerk der Vereinigten Flugmotorenwerke versetzt. Dort verteilte er kommunistische Schriften und Gedichte von jüdischen Autoren an seine Kollegen. In der Wohnung seines Vaters hört er den Londoner Rundfunk ab.
Der Schriftmaler wird am 31. Oktober festgenommen und gemeinsam mit seinem Vater Gustav Richter angeklagt. Den beiden wird vorgeworfen, sich in ihren Briefwechseln „staatsfeindlich und zersetzend“ geäußert zu haben.
Der 2. Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt die beiden am 21. August 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Abhörens von Auslandssendern“ zum Tode.
Rudolf und Gustav Richter werden am 27. Oktober 1942 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Richter
Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Rudolf und Gustav Richter, 21. August 1942
Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 1
Gnadengesuch von Rudolf Richter,
9. September 1942
Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 2
Plakat mit Bekanntmachung der Hinrichtung von Rudolf und Gustav Richter, 27. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3018/1646 Bd. 2
Sterbeurkunde von Rudolf Richter vom 28. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



























