Josef Řídký

2. Mai 1893, Dobrowitz (Dobrovice) – 16. Juni 1943
Josef Řídký

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Řídký, 1940 

Bundesarchiv R 3017/14671

Josef Řídký wird von Beruf Kontrolleur. Während des Ersten Welt­­kriegs gehört er der Tschecho­slowakischen Legion an. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich der natio­nalen Widerstands­bewegung an und wird Teil der Wider­stands­gruppe um Artur Schwarz. Diese hat über den Agenten des franzö­sischen Nach­richtendiensts Miloš O. Bondy Kontakte zur geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) und organisiert unter anderem den Transfer früherer Legionäre zur sich formierenden Exil­armee im Ausland.
Josef Řídký soll nach Anweisung durch Artur Schwarz Sabotage­pläne gegen den Güterverkehr nach Deutsch­land ausführen, eine größere gesamt­staatliche Aktion ist vorgesehen für den August 1940.
Die Gruppe wird enttarnt und Josef Řídký am 23.  ai 1940 festge­nommen. Am 21. November 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn zusam­men mit Artur Schwarz und zwölf weiteren Ange­klagten wegen „Vor­bereitung zum Hoch­verrat” zum Tode.
Josef Řídký wird am 16. Juni 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Řídký

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von Josef Řídký vom 17. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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