Heinz Riechert

17. Oktober 1921, Tilsit (Sowetsk) – 8. Juli 1943
Heinz Riechert

Gestapoaufnahme von Heinz Riechert

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2769

Heinz Riechert wird als Sohn des Bauunter­nehmers Franz Riechert und seiner jüdischen Frau Anna, geborene Meyer, geboren. Er beginnt eine Lehre als Drogist in Königs­berg, die er wegen „Arisierung” des Geschäfts aufgeben muss. Nach den Nürn­berger Rasse­gesetzen als „Mischling 1. Grades” definiert, arbeitet Heinz Riechert dann als Land­arbeiter in Tilsit.
Seine Mutter wird 1942 nach Theresien­stadt deportiert. Einer Auffor­derung, sich bei der Berliner Gestapo zu melden, kommt er nicht nach, da er befürchtet, deportiert zu werden. Er taucht unter und lebt illegal in Berlin. Mit den ebenfalls von Depor­tation bedrohten jungen jüdischen Männern Gerhard Redlich und Max Gottheiner gibt er sich fortan als Kriminal­beamter aus, durch­sucht Wohnungen und beschlag­nahmt Wert­gegenstände von Juden, bis sie im Dezember 1942 gefasst werden.
Das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Heinz Riechert, Gerhard Redlich und Max Gottheiner am 14. Mai 1943 zum Tode.
Heinz Riechert, Gerhard Redlich und Max Gottheiner werden am 8. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinz Riechert

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Heinz Riechert vom 9. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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