Johannes Riedel
Sein in Chemnitz lebender Bruder Fritz, der 1942 als Wachtmeister der Reserve zur Schutzpolizei eingezogen wird, wird am 3. Februar 1943 unter dem Vorwurf staatsfeindlicher Äußerungen festgenommen. Bei einer Hausdurchsuchung werden Briefe von Johannes Riedel an seinen Bruder und an seine Mutter gefunden, in denen er sich entschieden gegen die Krieg und die nationalsozialistische Führung äußert.
Johannes Riedel wird am 17. Juni 1943 vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” auf der Grundlage der „Kriegs­sonderstraf­rechts­verordnung” wegen „Wehrkraftzersetzung” zum Tode verurteilt. Er wird am 1. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Sein Bruder Fritz stirbt am 1. Dezember 1944 im KZ Dachau.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johannes Riedel
Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johannes Riedel, 17. Juni 1943
Bundesarchiv R 3018/2986
Gnadengesuch von Johannes Riedel, 21. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/5853
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Johannes Riedel, 1. September 1943
Bundesarchiv R 3017/5853
Sterbeurkunde von Johannes Riedel vom 2. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



















