Martha Rietenbach

8. September 1897, Königsberg (Kaliningrad) – 28. September 1943
Martha Rietenbach

Erkennungsdienstliches Foto von Martha Rietenbach, 2. November 1942

Bundesarchiv R 3018/2985

Die Tochter eines Kutschers besucht bis zu ihrem 14. Lebensjahr die Volksschule und arbeitet im Anschluss als Bürogehilfin. Ab 1926 ist sie als Stenotypistin in einer Verkaufsstelle eines Automobilherstellers tätig.
1927 lernt Martha Rietenbach den Kriminalassistenten Maximilian Geilke kennen und beginnt eine Liebes­beziehung mit ihm. Da Geilkes damalige Ehefrau sich weigert, in eine Scheidung einzuwilligen, planen er und Martha Rietenbach, nach Polen zu fliehen, um dort ein gemeinsames Leben führen zu können.
Da Geilke befürchtet, wieder ausgewiesen zu werden, entwendet er auf seiner Dienststelle geheimhaltungs­bedürftige Akten. Diese übergibt das Paar dem polnischen Nachrichtendienst als Gegenleistung für eine Aufenthaltsgenehmigung.
Nach der deutschen Besetzung Polens wird Geilke ab 1940 per Haftbefehl gesucht. Die Gestapo nimmt ihn und Martha Rietenbach im Herbst 1942 fest. Geilke stirbt kurz darauf in der Haft.
Martha Rietenbach wird am 29. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen Landesverrats zum Tode verurteilt und am 28. September 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Martha Rietenbach

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Martha Rietenbach und Maximilian Geilke, undatiert

Bundesarchiv R 3018/2985

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Martha Rietenbach, 29. Juni 1943

Bundesarchiv R 3018/2985

Vollstreckungsankündigung des Todesurteils gegen Martha Rietenbach, 28. September 1943

Bundesarchiv R 3018/2985

Sterbeurkunde von Martha Rietenbach vom 29. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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