Martha Rietenbach
1927 lernt Martha Rietenbach den Kriminalassistenten Maximilian Geilke kennen und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihm. Da Geilkes damalige Ehefrau sich weigert, in eine Scheidung einzuwilligen, planen er und Martha Rietenbach, nach Polen zu fliehen, um dort ein gemeinsames Leben führen zu können.
Da Geilke befürchtet, wieder ausgewiesen zu werden, entwendet er auf seiner Dienststelle geheimhaltungsbedürftige Akten. Diese übergibt das Paar dem polnischen Nachrichtendienst als Gegenleistung für eine Aufenthaltsgenehmigung.
Nach der deutschen Besetzung Polens wird Geilke ab 1940 per Haftbefehl gesucht. Die Gestapo nimmt ihn und Martha Rietenbach im Herbst 1942 fest. Geilke stirbt kurz darauf in der Haft.
Martha Rietenbach wird am 29. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen Landesverrats zum Tode verurteilt und am 28. September 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Martha Rietenbach
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Martha Rietenbach und Maximilian Geilke, undatiert
Bundesarchiv R 3018/2985
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Martha Rietenbach, 29. Juni 1943
Bundesarchiv R 3018/2985
Vollstreckungsankündigung des Todesurteils gegen Martha Rietenbach, 28. September 1943
Bundesarchiv R 3018/2985
Sterbeurkunde von Martha Rietenbach vom 29. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























